Zirkus als Therapie

Ziele / Stärken fördern:

Im Kindercircus sollen Stärken gefördert und nicht Schwächen gesucht werden. Seine Arbeit zielt auf das Entdecken von verborgenem, kreativen Potential und auf die Fähigkeit, damit selbstbewusst und kritisch umgehen zu können ab. Kinder lernen zudem, die Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, denn im Training, bei Auftritten und deren Vorbereitung ist ein selbstständiges Arbeiten und eigenverantwortliche Übernahme von Aufgaben gefordert.

Deutlich wird aber auch immer wieder, dass es bei diesem gemeinsamen Tun nicht nur um die Leistung des Einzelnen geht, sondern vielmehr um das Zusammenwirken aller, wodurch Gemeinschaftssinn und Gemeinschafts-Erleben in besonderer Weise geweckt werden.

Kindercircus bietet die Möglichkeit, die Bewegungslust der Kinder aufzugreifen, so ihre psychomotorische Entwicklung zu fördern und Sozialverhalten und Selbstwertgefühl zu stärken. Denn nur wer spürt, dass er besondere Fähigkeiten besitzt, dass er stark ist, kann die an ihn gestellten Aufgaben meistern, Konflikte durchstehen und mit Misserfolgen umgehen.

In diesem Sinn versteht sich der Kindercircus Knallbonbon als kulturpädagogisches Projekt, das Kindern ein Lern- und Übungsfeld bietet, in dem sie persönliche und soziale Kompetenz entwickeln können und dabei noch eine Menge Spaß haben.

Zirkus als Therapie:

Bewegung ist manchmal die beste Therapie. Dieses Motto hat sich die Zirkusschule für psychisch kranke Kinder zu Eigen gemacht.

Maxime balanciert auf einem großen Gummiball und ist glücklich. "Guckt mal, ich kann es ganz allein", ruft der Achtjährige dem Psychiater und den beiden Krankenschwestern zu, die im Zirkuszelt in der ersten Reihe sitzen. Normalerweise kann der Junge es nicht ertragen, dass jemand ihn ansieht - eines der Symptome der Psychose, an der er leidet. "Doch hier ist er wie umgewandelt - er will, dass man ihm zusieht", betont Laurette Matter, die als Krankenschwester in der Abteilung für Kinderpsychiatrie der Straßburger Universitätsklinik arbeitet. Maxime gehört ...


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