Geschichte der Kinderzirkusse

Zur Geschichte der Kinderzirkusse

Bereits seit dem 18. Jahrhundert gibt es in Europa die Unterhaltungskunst „Zirkus“, so wie wir sie heute kennen. Zu sehen war die Kunst des Seiltanzens, der Pantomime, die hohe Schule der Reiterei, ab dem 19. Jahrhundert Raubtierdressuren, Trapezaufführungen, Kraftjonglerie und Fahrradartistik. Wie Wilhelm Kelber-Bretz berichtet, wurde bereits um 1920 von einem Pater in den USA „Boys Town“, eine Stadt elternloser Jungen gegründet. „In den 60er Jahren entstand in Spanien die Kinderrepublik „Benosta“ aus Straßenkindern mit ihrem Zirkus „Los muchachos“. Ziel war es, Kinder von der Straße zu holen, ihnen eine „Familie“ und eine Perspektive zu geben. In diesem Sinne ist auch die Entwicklung der Kinderzirkusse in den Slums von Addis Abeba, in Äthiopien, in den 90er Jahren zu sehen. Hier wird bei den Auftritten zudem versucht, politische Inhalte zu vermitteln. Neben den sozialpolitischen Aspekten sind in Deutschland schon in den 70er und 80er Jahren vereinzelt, seit den 90er Jahren verstärkt, auch viele Kinderzirkusse unter erlebnispädagogischer Sicht und im Rahmen der „Neuen Bewegungskultur“ entstanden, wie die „Seifenblasen“ aus Oldenburg oder die Hamburger „Rot(z)nasen“.

(Wilhelm Kelber Bretz, Kinder machen Zirkus, Seite 11)

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